Schweden

Schweden Schweden

von Alexandra (2008)

Erster Tag – Welcome to Ikea-Land

Nach zwei Stunden Flug mit FlyNiki (der Erstflug auf dieser Strecke) landen wir am Flughafen Stockholm/Arland, der rund 40km nördlich von Stockholm liegt.
Wir nehmen gleich den Schnellzug „Arland Express“, der uns fĂŒr 22€ pro Person in 20 Minuten ins Zentrum bringt. Dabei erreicht er Geschwindigkeiten bis 190km/h. Zu Fuss gehen wir dann ein paar Minuten bis zum „Sheraton“-Hotel, wo wir unsere Zimmer beziehen.
Wir machen uns auf den Weg in die Altstadt „Gamla Stan“ und spazieren durch die engen Gassen. Wir sehen so auch schon die wichtigsten SehenswĂŒrdigkeiten: den Königspalast, Riksdagshuset, Stadshus, die Oper und die Kirche „Riddarholmskyrkan“. Wir haben noch kein richtiges Ziel, aber wir machen ein paar Caches. Den Cache „Katarinahissen“, den ich voriges Jahr ohne GPS gemacht hab, finden wir leider nicht.
Der Hunger ĂŒberkommt uns und wir essen einen schwedischen Snack „Tunnbrödsrulle“, ein gerolltes Fladenbrot gefĂŒllt mit KartoffelpĂŒrre, einem WĂŒrstel und Salat. Danach sind wir sehr satt, und wir erkunden, wo fĂŒr den nĂ€chsten Tag die Ausflugsboote ablegen.
Am Abend genießen wir noch einen Cocktail an der Hotelbar, bevor wir ins Bett gehen.

Zweiter Tag – Sightseeing und Boote

Nach einem ausgedehntem FrĂŒhstĂŒck machen wir uns auf zur Bootsablegestelle, um unsere „Stockholm Under the Bridges“-Tour zu buchen. Wir buchen die Tour fĂŒr zwei Uhr und machen uns dann auf den Weg zum Palast. Vorbei an Fischern, die gerade einen Fisch aus einem der vielen KanĂ€le herausziehen, machen wir den ersten Cache des heutigen Tages.
Weiter gehen wir ĂŒber die Norbro-BrĂŒcke Richtung Palast. Wir besichtigen noch kurz die Kirche „Storkyrkan“ von innen. BerĂŒhmt ist dort die Statue des Georgs und des Drachen. Georg tötete den Drachen unter der Voraussetzung daß das Land dann dem christlichen Glauben beitritt. Da gerade die Prinzessin als Opfer an der Reihe war, waren alle mit Georg’s Vorschlag einverstanden.
Vor dem Palast haben sich, trotz leichtem Regen viele Leute eingefunden, denn es findet die Wachablöse statt. Viele Soldaten in blauen Uniformen marschieren auf, dazu noch die MilitÀrkapelle auf ihren Pferden. Es gibt auch ein paar weibliche Soldaten.
Nach der Ablöse gehen wir zu den königlichen SĂ€len, die aber nicht besonders beeindruckend sind, vorallem wenn man auch andere Schlösser – wie etwa Schönbrunn – kennt. Auf dem Stortorget, wo einst viele Adelige geköpft wurden, genießen wir einen Kaffe bevor wir zur Bootsstelle gehen. Dort angekommen warten wir wie vereinbart am Gate 3, doch nur am Gate 4 fĂ€hrt ein Boot ab – wie sich spĂ€ter herausstellt unseres. Die Dame in der FrĂŒh hat uns leider falsch informiert. Da das nĂ€chste Boot erst eine Stunde spĂ€ter geht, machen wir einen kleinen Spaziergang auf die Insel Skeppsholmen. Von dort sieht man auch gut auf die umliegenden Teile Stockholms. Auf der Insel befinden sich ein paar Museen und eine Jugendherberge. Zu dieser Herberge gehört auch ein Segelschiff auf dem man nĂ€chtigen kann. Gerade als wir einen Cache suchen treffen wir auf zwei Cacher aus Finnland.
Die anschließende Bootstour fĂŒhrt auch durch etwas entferntere GewĂ€sser und wir passieren zwei Schleusen, da hier die Ostsee und der MĂ€larensee unterschiedlich hohe WasserstĂ€nde haben. Wir fahren durch Bereiche wo neue Wohngegenden entstanden sind – da gibt es schon sehr schöne Obergeschosswohnungen mit Blick auf das Wasser.
Nach der Fahrt spazieren wir nocheinmal nach Katarinahissen um den Cache zu finden. Den Aufstieg erledigen wir diesmal mit dem Lift und genießen von oben die schöne Aussicht. Mit dem Spoilerbild, das wir uns im Internet besorgt haben, ist der Cache schnell gehoben.
Da es zu nieseln beginnt und wir außerdem schon hungrig sind beschließen wir ein Lokal zu suchen. Der uns empfohlene Texaner hat leider keinen Platz mehr frei, also gehen wir die  Götgatan entlang, einer Einkaufsstrasse mit mehreren Lokalen, und kehren dann ins „Högbergs“ (Götgatan 33) ein. Dass Essen ist ausgezeichnet, und auch der Birnencider schmeckt gut, und der Preis ist fĂŒr Stockholm nicht sehr hoch.
Auf dem GPS sehen wir noch zwei Caches in der NĂ€he und so machen wir uns auf den Weg. In der Maester Mikaels Gatan, einer kleine Strasse, wo noch urige alte HolzhĂ€user in bunten Farben stehen, war der Wohnort des Henkers von Stockholm, etwas weiter dann fĂŒhren Stiegen zum Platz wo die Hinrichtungen stattfanden. Von dieser Seite hat man einen schönen Blick auf den VergnĂŒgungspark und auch auf die Altstadt. GemĂŒtlich spazieren wir wieder retour in unser Hotel.

Dritter Tag – Vasa und BĂ€ren

Auch heute starten wir mit einem ausgiebigen FrĂŒhstĂŒck in den Tag. Danach geht es gleich um die Ecke ins Stadhuset, wo wir den Glockenturm erklimmen. Und weil wir das FruhstĂŒck gleich abbauen wollen, gehen wir alle Stufen zu Fuß und nutzen nicht den Lift. Zuerst geht man in einem normalen Stiegenhaus bis auf halbe Höhe, doch im oberen Teil geht der Weg mit konstanter Steigung immer rundherum. Der oberste Teil ist dann eine steile Holzkonstruktion. Oben angelangt hat man einen schönen Ausblick auf die Altstadt.
Da die Sonne scheint, entscheiden wir uns dazu, auch noch auf den etwas außerhalb im GrĂŒnen gelegenen Fehrnsehturm zu fahren. Dazu nutzen wir zum ersten Mal den Bus. Nur ein paar Minuten vom Stadtzentrum finden man einen großen Park und dort steht auch der Turm. Diesmal geht es mit dem Lift hinauf auf 155 Meter Höhe. Hier sieht man dann die Inseln Gamla Stan, Södermarn, Djurgard, Skeppsholmen und das Festland.
NĂ€chster Stop ist das Vasamuseum. Gleich wenn man das Museum betritt steht man vor dem 70 Meter langem Holzschiff der Vasa das 1628 sank und in den 1960er Jahren gehoben wurde. Das Schiff sank auf seiner Jungfernfahrt, weil es durch zu wenig Balast schon bei wenig Wind so starke SchrĂ€glage bekam, dass bei den geöffneten Kanonenpforten des unteren Batteriedecks Wasser eintrat. Rund um das Schiff sind verschiedene Ausstellungen: z.B. Gebeine, die man an Bord gefunden hatte und daraus nachgebildete Wachsköpfe, die sehr echt aussehen, und es wird auch das Schiffsleben erklĂ€rt. Das Schiff steht so im Museum wie man es gehoben hat, aber an einem Modell wird gerade daran gearbeitet, es in den Farben zu streichen wie es vermutlich ursprĂŒnglich ausgesehen hat. Im Sommer kann man auch im FreigelĂ€nde einen Eisbrecher und ein Feuerschiff besichtigen, aber leider erst ab Juni. Auch hier können wir bei einem Cache fĂŒndig werden.
Wir spazieren die Insel entlang und landen zuerst bei Grönalund, dem VergnĂŒgungspark Stockholms. Doch fĂŒr den freien Fall muss man lange antellen und außerdem hĂ€tte ich alleine fahren mĂŒssen da Philipp zu „feig“ dazu ist. Also spazieren wir nur durch die Attraktionen und vielen Menschen, vorallem Kinder, die heute am Samstag hier unterwegs sind.
Weiter spazieren wir zur Insel Beckholmen, wo wir einen Cache suchen und als Giraffen bemalte LadekrÀne zu sehen bekommen.
Da uns schön langsam der Hunger plagt, machen wir uns auf die Suche nach einem Snack. Vor dem Freilichtmuseum Skansen werden wir fĂŒndig und essen auf einem Bankerl eine keine Portion FleischbĂ€llchen mit KartoffelpĂŒrre und Chickennuggets mit Pommes.
GestĂ€rkt geht es in das Freilichtmuseum wo wir nicht nur schwedische HĂ€user sehen, sondern wo man auch verschiedene Tiergehege besichtigen kann. Vorallem die BĂ€ren mit den drei kleinen BabybĂ€ren haben es mir angetan, die sĂŒĂŸ durch das Gehege tappsen und miteinander spielen. In einem im eigenen Areal befindet sich auch ein Aquarium und ein Freigehege mit Pavianen und Lemuren. Auch hier gibt es Nachwuchs. Bei den  Lemuren klammern sich die Babys auf den RĂŒcken der MĂŒtter und die hĂŒpfen dann mit diesen durch die Gegend.
Mit der FĂ€hre fahren wir dann nach Slussen und spazieren an der SteilkĂŒste Södermarns entlang. Dort gibt es dann eine nette Promenande, wo wir die Abendsonne genießen. Der Cache Montelius bliebt uns leider verborgen da zuviele Muggels unterwegs waren. Auf dem Weg retour Richtung Slussen finden wir ein nettes Restaurant, das „Kvarterskrogen“ (St. Paulsgatan 22), wo wir fĂŒr nordische VerhĂ€ltnisse relativ gĂŒnstig und sehr gut essen. Und natĂŒrlich Birnencider trinken 🙂
Etwas wackelig geht es wieder durch die Altstadt, wo wir uns noch ein Eis gönnen und einen Cache heben, retour ins Hotel. Den Abend beenden wir mit einem letzten Cider an der Hotelbar.

Vierter Tag – Nach Hause

Wir schlafen aus, genießen ein großes FrĂŒhstĂŒck und machen uns nach einem Kaffee an der Hotelbar auf den Weg zum Zug. Retour geht es wieder mit FlyNiki, beim Abflug können wir noch einen schönen Blick auf Stokholm und seine Inseln erhaschen.

Geocaches zum Artikel (13)

Riddarhuset (GC18T59) (D1/T1)
Robinson Crusoe (GCZT8R) (D1/T1)
Stroemsborg (GCVBE6) (D1/T1)
Urban squirrel (GCKV2D) (D2/T1)
Laegg inte naesan i bloet / Don´t get your nose wet (GCPXDT) (D1/T1)
Skeppsholmen (GC17KD7) (D1,5/T1)
Katarinahissen (GCPCRH) (D2/T2)
Sista Styverns Trappor/Last Farthing's Stairs (GC148A8) (D1/T1,5)
Soett (GC3186) (D3/T1)
VASA (GC10WZF) (D2/T1,5)
Stockholm Giraffes, Stockholm (GC1BGDA) (D1,5/T2)
SKANSEN STHLM (GC11BZB) (D2/T2)
Sthlm Bloodbath (GCX9RV) (D3/T2,5)


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