von Philipp (2009)

Mittlerweile haben wir 2009, und ein Garmin etrex ist zwar noch immer ok, aber nicht mehr ganz Stand der Technik. 3D-Terrain, Cachebeschreibungen und Logmöglichkeiten direkt am Gerät, von sowas ist das Ding weit entfernt. Dafür glaubt man, dass man sein Gerät nach all den Jahren in- und auswendig kennt. Aber!

Aber dann findet man eine Funktion, die man entweder in der Anleitung überlesen (wenn überhaupt gelesen), nie bemerkt, und trotzdem irgendwie vermisst hat. Ich spreche von der „Zielfahrtlinie“. Das ist der normalerweise rosa- (magenta-) farbene Strich, der bei der Luftliniennavigation vom Start zum Ziel zeigt. „Start“ bedeutet dabei „Ort, an dem man sich entschlossen hat, ans Ziel kommen zu wollen“. Bewegt man sich von dort fort, bleibt der Strich unverändert, und nach einiger Zeit ist er (sofern man sich nicht wirklich auf der Luftlinie bewegt) weg.

Unbewusst denkt man sich (gut, ich denke da unbewusst) „wär schön, wenn der Strich mit mir mitkommt und immer von mir zum Ziel zeigt“. Ja, man könnte auf die Kompass-Ansicht wechseln, oder ein Datenfeld mit der Anzeige „Zeiger“ belegen, aber, wie gesagt, der Gedanke ist unbewusst/unterbewusst. Im Notfall wählt man dann „Neu berechnen…“ und schon kommt der Linienanfang bei Fuss.

Jetzt klick ich da so in den Karten-Einstellungen herum, und stoße auf „Zielfahrt-Linie“, stelle um von „Kurs“ auf „Peilung“, und zack! da ist sie, die anhängliche Linie, die immer schön dort beginnt, wo ich bin[1]. Praktisch beim Nutzen der Topo, wenn man eh ungefähr weiß, wo man abbiegen kann, und sich auf das schwindlige Autorouting nicht verlassen will.

Zielfahrt-Linie

Zielfahrt-Linie

Das Zucken im Bestellfinger hat jetzt wieder etwas nachgelassen, nachdem das treue etrex eine kleine Funktionssteigerung erfahren hat. Ist zwar keine 3D-Topo, aber man freut sich 🙂

[1] wir wollen jetzt nicht darüber diskutieren, ob ich somit immer am Ende oder am Anfang der Linie stehe. Wo ich bin, ist vorne, sagt man doch so gerne…

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