von Philipp (2009)

Das Suchen nach Geocaches auf den Azoren ist natürlich nicht anders als sonst wo. Ein paar Tipps können aber nicht schaden.

Kartenmaterial

Für Garmin-Geräte gibt es Freeware-Karten von allen Azoren-Inseln, die eine Mischung aus Straßenkarte und Topo sind, leider nicht routingfähig (die Website Azoren-Online bietet übrigens eine Menge an brauchbaren Informationen zu den Inseln). Die Karten sind sehr genau und beinhalten auch sehr viele POIs, die einzige Schwäche sind die oft nicht ganz passenden Straßen-Kategorien: so kann einerseits eine grobe Schotterstraße in Orange (=Hauptstraße) dargestellt sein, andererseits eine gut ausgebaute, ebene (wohl schmale) Erdpiste als „Hiking Trail“.

Dieses Problem betrifft allerdings nicht nur die elektronischen Karten, auch die Papierkarten renommierter Kartenhersteller teilen dieses Manko (selbstverständlich an anderen Stellen).
Die oben erwähnten Garmin-Karten leben übrigens von User-Rückmeldungen, werden also mit der Zeit immer besser.

(Einweg-) Handschuhe.

Ganz wichtig! Die Unsitte, Dosen in Plastiksackerln zu wickeln, ist leider sehr verbreitet, vor allem weil sehr oft völlig ungeeignete Dosen verwendet werden. Von den über 30 gefundenen Dosen war gerade einmal ein L’n’L-Dose und vielleicht 3 ordentliche Schraubbehälter. Beliebt sind auch primitive kleine Kübel mit sprödem Deckel, über die zum „Schutz“ der umgedrehte Unterteil eines Wasserkanisters gestülpt wird.

Licht

Nicht nur bei den unterirdischen Caches (zum Beispiel Túnel de descarga da lagoa das 7 cidades oder 3ª Cª. S. / 1942 – Defesa militar de costa) empfiehlt sich eine ordentliche Taschenlampe, weil sie die Suche unter den typischen Steinblöcken, vor allem im Wald, sehr erleichtern.

Allrad

…ist nicht wirklich notwendig. Unasphaltierte Straßen sind zwar nicht untypisch, aber meist in gemäßigter Geschwindigkeit auch mit einem normalen PKW bewältigbar.
Was allerdings mit Limousinen ein Problem sein könnte, sind einige (auch asphaltierte) Nebenstraßen, die in regelmäßigen Abständen von Furten bzw. Gräben gequert werden. Mit einem hochgestellten SUV oder Kleinwagen mit kurzem Radstand und Überhängen passiert nichts, aber längere Fahrzeuge könnten an den Kanten leicht aufsitzen. Ein Beispiel: das Weg-Gewirr südwestlich vom Lagoa do Congro.

Schuhhwerk

Zumindest ordentliche Hiking-Schuhe sind unbedingt zu empfehlen. Mit Flipflops auf Felsen oder auf rutschigen Hängen herum zu klettern ist auf der Insel genauso schwachsinnig wie überall sonst.

Innerstädtische Geduld

In den kleinen Ortschaften und in Ponta Delgada gibt es einige klassische Urban Caches. Ich hatte den subjektiven Eindruck, dass diese häufig an übertrieben muggle-anfälligen Orten versteckt sind (bei zwei Caches waren wir insgesamt sechsmal, bei einem Fund)

Kommentare geschlossen.