Wenn man großzügig rechnet, und zu den 990 von mir gefundenen, “Nur wo Geocaching.com draufsteht ist Geocache drin” Geocaches auch die folgenden dazu zählt…
- zwei Benchmarks (die seltsamerweise auch auf GC.com gelistet sind)
- einen nie veröffentlichten Bonus
- ein paar Opencaching-only-Caches, und
- drei, die ich gefunden und auf Papier, aber nicht online geloggt habe
…, dann habe ich am letzten Wochenende meinen 1000er voll gemacht (ja, ich bin ein Statistikfreund).
Jubiläumscache
Für den 1000er (sowohl diesen “inoffiziellen”, als auch den kommenden “echten”) hab ich versucht, besondere Caches auszusuchen. Aber wie so oft, kommt es anders als erhofft.
Der geplante D5 im nördlichen Zipfel Wiens, der zuletzt im Oktober mit Hinweis auf Rodungsarbeiten zuletzt gefunden worden ist, hat sich, wenn er nicht tatsächlich verschwunden ist, so gut versteckt, dass der 1000er ein DNF wurde. Schade, denn das dazu passende Rätsel war ganz nach meinem Geschmack. Gut, eigentlich war es kein Rätsel, sondern eine Rechenaufgabe, aber die Lösung hat Spaß gemacht.
Die Alternative dazu war dann der solide Spaziermulti “Mother of Wienerwald” am selben Tag, auch sehr nett, vor allem dank drei Wochen alter Begleitung im Kinderwagen. Früh übt sich’s.
Aller Anfang
Was hat sich also in den vergangenen sieben Jahren getan?
Technisch so einiges: begonnen hat es für mich mit einem Garmin XL45 (ein sequentieller Achtkanalempfänger, von der Empfangsqualität her vergleichbar mit einer Ofenkartoffel). Die erste Cache-Suche am Grazer Schloßberg war damit eine ordentliche Herausforderung. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass mir beim Schreiben dieses Artikels erst bewusst wird, wie sehr ein gewisser “Gert” mein Cacherleben beeinflusst hat. Sein “Schlossberg 1: Schöne Aussichten” war Ende 2003 mein Einstieg ins Hobby (nachdem mein Account seit Anfang 2002 ungenutzt herumoxidiert hat), und seine Caches ziehen sich wie ein roter Faden durch die ersten Kapitel meines Cache-Tagebuchs.
Das 45XL ist übrigens schon nach einigen Tagen von einem GPS-III abgelöst worden, das dann nach 70 Funden von einem etrex, und inzwischen sind wir bei einem Oregon angekommen und zufrieden.
Der erste Mystery war Frustus’ “Governor’s Lake“, das erste Event der erste “Dönerstag“.
Der erste Cache außerhalb Österreichs war in Kroatien “Cres 45° N“, mit einer Partie Muggles, Motorrädern und Lederkluft im Dornengestrüpp. Seit dem ist doch das eine oder andere Land dazu gekommen
Zwei Funde exteritorialer Österreicher-Caches gabs danach auch: einen in Sizilien (“Stairway to Heaven” – erst hinterher erkannt), und einen(“Above Thingvallavatn“) in Island (geplanter Weise).
Leidensgenossen
Den ersten anderen Geocacher in freier Wildbahn hab ich schon recht bald getroffen, Tjukurrpa (damals noch mit anderem Nick), dem ich bei einer seiner Cachewartungen begegnet bin.
Er war bei weitem nicht der letzte, am Schöckel ist Alex und mir z.B. ein sportlicher Typ entgegen gekommen, der mir irgendwie von Fotos bekannt vorgekommen ist, und der sich später als Gert entpuppt hat (der Kerl kommt wieder, versprochen…).
Anläufe
Der Cache mit den bei Weitem meisten Anläufen war Gert’s (ich hab’s ja versprochen) Kaiserwald, der inzwischen leider archiviert ist (der Cache, nicht der Gert). Das hat damit begonnen, dass ich ihn zuerst im Winter versucht habe (Attribut-Icons hat’s noch nicht gegeben), und sogar bis Station 2 gekommen bin. Im zweiten Anlauf war dann noch immer Winter, und ich bin bis Station 3 gekommen. So ist das dann weitergegangen, bis weit in den Sommer, und beim siebten(?) Anlauf hat es dann endlich geklappt. Einzelne Narben von Dornen und Zecken trag ich heute noch mit mir herum…
Als Symbol, wie lange mich “Kaiserwald” in Summe beschäftigt hat, mag auch gelten, dass ich auf der Suche nach der einen Station, wo zwei Mikros gleichzeitig versteckt waren, ein telefonisches Bewerbungsgespräch geführt habe. Daraus hat sich zwar kein neuer Job ergeben, aber für eine Einladung zu einem zweiten Gespräch hat’s immerhin gereicht.
Umgekehrt war Gert (kein Scherz!) auch wieder im Spiel: die wenigsten Anläufe für einen Cache waren “Null”. Seinen Chicken Hill hab ich per Zufall mit Alex gemeinsam gefunden. Dann hab ich im Logbuch meinen eigenen Eintrag gefunden. Es war beim ersten Fund Winter, und die “Anreise” war aus der entgegengesetzten Richtung. Kann passieren… Also Gert, “thanks for keeping me busy”
Sollte die Statistik nicht lügen, so sollte der zweite Teil dieses Artikels in drei bis vier Wochen erscheinen, beim “1000sten geloggten Geocaching.com-Cache”. Ob Gert da wieder auftaucht kann ich allerdings nicht versprechen. Mal sehen
Tag und Nacht
Vollmond
Ein netter, amüsanter Rückblick – danke!
Gratulation!!! Freu mich schon auf den richtigen 1000-er.