Reinschauen bei den Mounties

Kanada Vancouver / Kanada

von Philipp (2010)

16. Tag, Fortsetzung: Vancouver

Kanada

Kanada

Sofort nach dem GrenzĂŒbertritt Ă€ndert sich alles ein bisschen. Optisch bleibt vieles gleich, die Verkehrszeichen sind in Kilometern statt in Meilen angeschrieben, und es ist nicht alles penetrant mit Stars-and-Stripes verhĂ€ngt. Scheinbar hĂŒten sich US-Amerikaner, die Grenze zu ĂŒberschreiten, weit und breit ist kein einziges US-Kennzeichen zu sehen. Kein Wunder, die Zeiten des reisepassfreien GrenzĂŒbertritts fĂŒr US-Amerikaner ist vorbei.

Das Hotel ist dann eine wirklich positive Überraschung: nach dem Mehr-Schein-als-Sein-Hotel in Vegas und dem Jugendherbergs-Flair in Seattle checken wir in einem coolen Innenstadthotel ein, das Zimmer ist eher ein Appartement mit Balkon, mit Blick auf die Skyline von Vancouver. Nachdem der Tag doch lĂ€nger gedauert hat als angenommen, schlagen wir uns nicht groß mit Lokalsuche herum, sondern gehen gleich im Hotel ins Restaurant. Etwas untypisch ist es eine Mischung aus Steakhouse und Lounge, kaum HotelgĂ€ste, sondern viel junges Publikum. Und das Essen ist ausgezeichnet. Und was soll ich sagen, nach zwei Wochen „watch your step“ prackt’s mich von einer Stufe gleich quer durchs Lokal. Vielleicht liegt’s am Corona in der 0.7er-Flasche?

17. Tag: Regen in Vancouver

Vancouver im Nebel

Vancouver im Nebel

Man kann nicht sagen, dass uns die Stadt mit offenen Armen empfĂ€ngt: es regnet stĂ€ndig ein bisschen. Nachdem wir wirklich lange ausschlafen, schlendern wir durch die Innenstadt, trinken hier einen Kaffee, besuchen dort einen Souvenirshop und besuchen die „Gas Clock“, eine dampfbetriebene Standuhr, die traditionsgemĂ€ĂŸ die Melodie des Big Ben pfeift.

Mit dem Bus geht es weiter in den Stanley Park, dem Stadtpark von Vancouver. Hier scheint heute, trotz des Wetters, großer Hochzeitstag zu sein. Jedes dritte Auto ist eine brautgefĂŒllte Stretch-Limo. Daneben gibt es aber auch Konzert-Locations, Picknick-PlĂ€tze und Wanderwege. Und einen Kindertrockner… Wir suchen mit 50% Erfolg zwei Geocaches und versuchen, Ausblicke auf den Hafen und die umliegenden Berge zu ergattern. Der Nebel macht uns aber wieder einen Strich durch die Rechnung. Am Heimweg kommen wir bei einer Konzert-Probe vorbei, der ganze Park zittert unter einer Mischung aus Rock und traditioneller, indianischer Musik.

18. Tag: Richtung Heimat

Beinahe haben wir schon den „Komfort“ der Air Berlin vergessendrĂ€ngt. Sitzabstand wie in der zweiten Reihe eines 1970er Mini Cooper, (gottseidank haben wir diesmal Exit-Sitze), das „Essen“ dient bestenfalls als Kompensation fĂŒr im Schlaf umgesetzte Kalorien, und das Unterhaltungsprogramm ist unter aller Sau (drei Filme in Folge, diesmal wenigstens auf zentralen Flachbildschirmen erster Generation, und 10min vor Filmende wird auf Bluescreen umgeschalten). In meinem aktuellen Lesebuch („Resturlaub“) macht sich der Autor ĂŒbrigens ĂŒber „Ice Age 2“ wĂ€hrend eines Fluges lustig. Wir sehen (zumindest 90% davon) „Ice Age 1″… FĂŒr den nĂ€chsten Flug haben wir beschlossen, ein bisschen mehr zu investieren.

Wir schaffen es trotzdem (mit VerspĂ€tung…) ĂŒber den Teich, und per Auto von Wien nach Hause. Ohne uns um irgendwelche Taschen, die sich wieder ĂŒber die halbe Wohnung verteilen, fallen wir todmĂŒde ins Bett, und beenden damit den tollen USA/Kanada-Trip.

Einen echten Mountie haben wir ĂŒbrigens nicht gesehen…

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